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Knochenkälte: David Hunter, Band 7 – Simon Beckett

(3 / 5 bei 1 Stimme)

22,30 € 23,95 €

inkl. MwSt.Zuletzt aktualisiert am: 20. Februar 2026 01:49
Autor
Genre,
Region
Sprecher
Serie
Länge12 Std. und 19 Min.
Datum05.11.2025

Beschreibung

Ein Wintersturm fegt über die walisische Wildnis, als Dr. David Hunter gezwungen ist, in einem abgelegenen Hotel Zuflucht zu suchen. Das „Forest Hotel“ ist kalt, unheimlich – und seine Gastgeber wirken alles andere als vertrauenswürdig. In den dunklen Fluren hängen präparierte Tiere, und zwischen dem Ehepaar, das das Haus führt, liegt eine Spannung, die greifbar ist. Als Hunter am nächsten Morgen eine grausige Entdeckung im Wald macht, ist klar: Etwas Böses lauert in Snowdonia. Doch der Sturm hat das Dorf von der Außenwelt abgeschnitten – und die Gefahr kommt nicht von draußen.

Hörbuchvorstellung


Rezensionen

Kommentare

Uwe 15. November 2025 um 18:09

Als feststand, dass ein neuer Teil der David-Hunter-Reihe erscheint, war meine Vorfreude enorm. Ich habe die Reihe über die Jahre wirklich schätzen gelernt – vor allem wegen der Mischung aus forensischem Wissen, Atmosphäre und diesen unterschwelligen Spannungsmomenten, die Simon Beckett normalerweise so präzise setzt. Vielleicht war meine Erwartung deshalb schon vorab etwas zu hoch. Aber dass Knochenkälte mich so kalt lassen würde, damit hatte ich nicht gerechnet.

Große Erwartung – frühe Ernüchterung

Der Roman beginnt eigentlich vielversprechend. Schnee, Einsamkeit, ein abgelegenes Setting: Das könnte funktionieren, dachte ich, gerade wenn Beckett diese Elemente nutzt, um noch mehr Druck aufzubauen. Doch ziemlich schnell merkte ich, dass die Geschichte eine Richtung einschlägt, die für mich so gar nicht zu David Hunter passen wollte.

Der Kern der Reihe – die forensische Arbeit – fehlt hier fast komplett. Stattdessen begleitet man Hunter durch ein Szenario, das an klassische „abgeschottetes Dorf im Schneesturm“-Geschichten erinnert. Ein Ort in den Cumbrian Mountains, eine dominante, undurchsichtige Familie, ein verlassenes Hotel und jede Menge Schnee, durch den Hunter gefühlt unzählige Male stapft.

Atmosphärisch, aber erzählerisch zäh

Stimmung kann Beckett. Das galt schon immer, und das gilt auch hier. Das Problem ist für mich nicht die Atmosphäre, sondern das, was erzählerisch daraus gemacht wird. Viele Szenen wirken wiederholend: Wege, die mehrfach gegangen werden, Hinweise, die zwischenzeitlich verpuffen, Situationen, die konstruiert erscheinen. Und genau da hat mich das Hörbuch irgendwann verloren.

Es gab Momente, in denen ich mich gefragt habe: Warum genau erzähle ich diesen Abschnitt jetzt zum dritten Mal? Das Tempo sackt stark ab, und die Spannung, die sich sonst so organisch entwickelt, bleibt aus.

Ein Hörbuch, das durch seinen Sprecher gerettet wird

Wäre Johannes Steck nicht der Sprecher gewesen, hätte ich vermutlich abgebrochen. Seine Stimme hat etwas Ruhiges, Eindringliches, das selbst dann trägt, wenn der Plot es nicht tut. Er verleiht Hunter Substanz, wo die Handlung schwächelt. Steck allein hebt die Gesamtwertung des Hörbuchs bei mir um mindestens einen Stern.

Plot solide, aber zu konstruiert

Der Fall selbst ist nicht völlig misslungen, aber viele Entwicklungen wirkten für mich an den Haaren herbeigezogen. Vorhersehbar, manchmal unlogisch, und insgesamt weit entfernt von dem, was die Reihe für mich ausmacht. Das Finale schließt zwar die offenen Fäden, doch emotional erreicht mich der Roman trotzdem nicht.

Mein Fazit

Knochenkälte ist für mich die Enttäuschung des Jahres – zumindest, was Reihenfortsetzungen angeht. Zu wenig Forensik, zu viel Schneesturm, zu viel Zufallskonstruktion.
Der Plot: 2 Sterne.
Die Hörbuchleistung: klare 5.
Insgesamt lande ich bei 3 Sternen, und die hat sich allein Johannes Steck verdient.

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